TwoPoints.Net | Quaderns #266
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Nach fünf Jahren und sechs Ausgaben endet mit dieser Ausgabe unsere Zeit als Designer des Architekturmagazins Quaderns. Es war nicht immer einfach, und es gibt Dinge, die besser hätten laufen können, aber es gibt etwas, mit dem wir sehr zufrieden sind: der Ton, den wir getroffen haben. Der Inhalt und die Form sollten die temporäre Natur des Magazins wiedergeben. Ein Magazin ist ein Dokument seiner Zeit. Im Gegensatz zu einem Buch, hat es die Möglichkeit, durch seine häufige Veröffentlichung eine unmittelbare Reaktion auf aktuell relevante Themen zu sein. Diese Themen mögen in einem Jahr irrelevant sein, doch dann erscheint ja schon wieder eine neue Ausgabe.

 

Mit jeder Ausgabe von Quaderns haben wir versucht, die Unvollkommenheit einer unmittelbaren Reaktion auf ein Zeitgeschehen darzustellen. Statt Antworten zu geben, haben wir versucht Fragen zu stellen. Wir ließen verschiedene (visuelle) Stimmen zu, auch wenn sie widersprüchlich waren. Mit jeder neuen Ausgabe zelebrierten wir die bewusst gewählte Inkohärenz. Nicht nur weil wir der Meinung sind, dass dies die adäquate Antwort auf das Problem des Magazins war, sondern auch, weil ein viele Designer in Spanien zu diesem Zeitpunkt in einer nostalgischen Phase steckten. Vieles sah dem Nord-europäischen Design der Siebziger sehr ähnlich. In unseren Augen macht diese Redundanz wenig Sinn, insbesondere in den Zeiten, in denen wir leben.

 

Diese Ausgabe von Quaderns untersucht einige der Fragen, die in der vorherigen Ausgabe aufgeworfen wurden. Während die vorherige Ausgabe sich auf die Beziehungen zwischen Häuslichkeit und Politik konzentrierte, zielt diese Ausgabe darauf ab, die Beziehung zwischen Häuslichkeit und dem öffentlichen Raum zu analysieren. Dies ist eine logische Konsequenz, da die Definition der Häuslichkeit oft die Grenze zwischen Stadt und Haus, Öffentlich und Privat verwischt. Es ist unmöglich, die Häuslichkeit  zu verstehen, ohne sie in ihrem Gegensatz, dem öffentlichen Raum, zu sehen.

 

 

Kunde: COAC
Jahr: 2016